Burg Schloss
Rittergut Ruine
Die Geschichte der Wehr- und Schlossanlage Mechelgrün reicht bis in die Mitte des 13. Jahrhunderts zurück (wenn nicht sogar noch länger).
Vogt Heinrich I. von Plauen erbaute vermutlich um 1250 die Burg auf einer künstlichen Insel im Rabenbach.
Eine wehrhafte Erweiterung erfolgte 1474 durch Apel von Tettau. (Das Datum ist dendrochronologisch belegt). Infolge der Erbteilung von 1573 verliefen die Bauabläufe für den unteren Teil und den oberen Teil dann allerdings unterschiedlich. Zum schlossartigen Umbau kam es 1711 (ebenfalls dendrochronologisch belegt). Diese Baumaßnahme war wohl nach dem Brand von 1670 notwendig. Als Bauherr kann Ferdinand Engelhard von Tettau angenommen werden. Der obere Teil blieb im weiteren Verlauf weitestgehend erhalten. Doch der untere Teil wurde um 1840 bis auf das barocke Saalgebäude komplett abgerissen und durch einen modernen Neubau ersetzt, dessen Ansicht im Ritterguts-Album von G. A. Poenicke mit einer Zeichnung des Leipziger Architekten F. Heise vor 1859 wiedergegeben wird.
Mit der sozialistischen Enteignung 1945 begann die Veräußerung der Einrichtungsgegenstände, Wertsachen und Baumaterialien aus den beiden Rittergütern. 1952 wurde der untere Teil abgerissen und planiert, der obere Teil nach Auszug der provisorisch untergebrachten Bombenopfer dem Verfall preisgegeben. Eine Initiative des sächsischen Denkmalamtes vor 1970 zum Erhalt des kulturhistorisch wertvollen Gebäudes verlief im Sande.
Unser hauptsächliches Interesse gilt der Erforschung und Dokumentation der Schlossruine Mechelgrün. Seit Oktober 2024 führen wir eine detaillierte Bauforschung an den erhaltenen Mauerresten durch. Damit wollen wir die Baugeschichte des Wasserschlosses ergründen, um die kulturhistorische Bedeutung der mittelalterlichen Burganlage, des renaissancezeitlichen Ausbaus, der barocken Umwandlung zum Schloss, der neuzeitlichen Rittergutsnutzung, sowie der Enteignung und des Verfalls herauszuarbeiten.
Durch den Einsatz moderner Technologien, wie Drohnenbefliegung, erfassen wir die komplexen Strukturen der Burgruine. Eine hilfreiche Quelle zur Erfassung des Burgumfeldes finden wir im Geoportal Sachsen. Recherchen in den Staatsarchiven bzw. Kreis- und Stadtarchiven, sowie der Fachliteratur ergänzen unsere Arbeiten. Mithilfe der Dendrochronologie und der Mörtelanalyse versuchen wir absolute Datierungen zu bekommen und die baulichen Maßnahmen besser zu verstehen. Dabei arbeiten wir eng mit dem Sächsischen Landesamt für Archäologie, dem Sächsischen Landesamt für Denkmalpflege und der TU Dresden zusammen.
Für die Ruine Mechelgrün sind die Besitzverhältnisse noch nicht geklärt. Wir hoffen deshalb, durch die Veröffentlichung unserer Arbeit die Bemühungen um eine Klärung vorantreiben zu können. Erst dann können wir über Sicherungsmaßnahmen und Nutzungsmöglichkeiten sprechen. Zuallererst gilt es, die kulturhistorische Bedeutung der Mechelgrüner Burganlage herauszustellen.
Lucas Pressler und Axel Pankrath inspizieren die Südfassade des Wasserschlosses Mechelgrün.

Das Schlossmodell

Prof. Hartisch begutachtet das alte Modell (links), der neue Schaukasten (rechts).
Hier noch einmal ein großes Dankeschön
an alle Beteiligten!
Das Schlossmodell Mechelgrün ist ein aus Holz maßstabsgetreues Architekturmodell, das die gesamte Anlage in einem rekonstruierten Zustand in der Zeit um 1900 aufzeigt. Daher fanden beide Schlossteile (oberer und unterer Teil) durch Leon-Maurice Heinz aus Oelsnitz im Vogtland Entstehung und konnten als Modell wieder in voller Pracht vereint werden. Das Modell dient als bauhistorische Quelle, da die reale Burganlage nur noch als Ruine im schlechten Zustand erhalten ist und das Modell eine wissenschaftlich fundierte Gesamtdarstellung ermöglicht. Dabei waren historische Fotos und auch einzelne Architekturzeichnungen von Professor Dr. Karl Max Hartisch aus Theuma, sowie Unterlagen aus dem Kreisarchiv Oelsnitz/Voigtsberg wichtige Quellen gewesen. Problematisch war die Rekonstruktionsarbeit am unteren Teil gewesen, da hier nur sehr wenig Material zur Verfügung stand und leider auch kein Foto vom damals vorhandenen Schlosshof existiert. Daher konnte der Erbauer der Modellanlage hier ein wenig künstlerische Freiheit einfließen lassen, obgleich versucht wurde, so nah wie möglich an der Wahrheit zu bleiben. Die Bauzeit beider Teile dauerte fast ein Jahr, sodass 916,5 Arbeitsstunden in dem Projekt stecken. Die Einweihung erfolgte schließlich am 31.08.2024 zum dritten Teichfest vom „ersten Mechelgrüner Angelsportverein e.V.“. Anwesend waren viele interessierte Bürgerinnen und Bürger aus Mechelgrün und den umliegenden Ortschaften, die Bürgermeisterin Carmen Künzel aus Neuensalz sowie alle Helfer der Initiative Mechelgrün und natürlich auch der Erbauer dieser wertvollen Arbeit. Ausgestellt wird das Ganze in einem weißen Schaukasten direkt an der historischen Anlage zwischen beiden Teichflächen am sogenannten äußeren Raumweg. Hierbei ist wichtig zu wissen, dass Professor Dr. Karl Max Hartisch als Architekt, welcher auch Gründungsmitglied der Initiative ist, für den Entwurf und die gesamte Planung verantwortlich war. Die bauliche Realisierung konnte dagegen durch den Tischler Jan Kaudel erfolgen.
Die Fenster der Südfassade

Die Fenster im Erdgeschoss der Südfassade sind in der zweiten Bauphase 1495 als Schießscharten entstanden und wurden 1711 beim barocken Umbau geschickt einander angeglichen. Das Gebäude wurde 1711 aufgestockt. Hier sind die Fenster einheitlich mit Sandstein eingefasst.











Der Wohnturm

Im Zentrum der Ruine Mechelgrün stehen die Mauerreste eines mächtigen Gebäudes. Es wurde zunächst noch vorsichtig als "Kernwerk" bezeichnet. Inzwischen ist aber klar, dass es sich um einen Wohnturm handeln muss, einen dauerhaft bewohnten wehrhaften Bau. In Mechelgrün misst dieser Turm 16 x 15 m. Seine Außenmauern sind 2,8 bis 3,0 m dick. Sie sind aus Bruchsteinen und festem Kalkmörtel in Zweischalen-Technik aufgebaut. Bei dieser Technik gibt es eine äußere und eine innere Mauerschale mit einer lockeren Füllung des Zwischenraumes. Zweischalenmauern sind sehr stabil und zugleich leichter als vollständig aus Steinen aufgebaute Mauern der gleichen Stärke. Auf der künstlich aus kiesigem Sand aufgeschütteten Insel im Rabenbach war diese Technik ideal.
Nachdem in der Neuzeit die Wehrfunktion nicht mehr benötigt wurde, entfernte man in einigen Bereichen eine Mauerschale und die Füllmasse und verkleidete die offene Mauerseite. Heute sieht man quasi in die ausgebrochene Mauer hinein, was etwas merkwürdig anmutet.
Der wehrhafte Charakter des Bauwerks wird durch wenige kleine Fenster und Schießscharten unterstützt. Der Eingang dürfte sich in einem oberen Stockwerk befunden haben. Besonders wohnlich war es in einem solchen Haus sicherlich nicht. Es gab einen Keller (der noch unerforscht ist) und mindestens drei Geschosse. In einem Stockwerk wird sich ein größerer Saal befunden haben (später vielleicht die 1495 erwähnte Kapelle) und in den oberen Etagen Schlafräume. Zu vermuten ist auf der Westseite eine Abortanlage.
Mitten durch den Wohnturm wurde nach der Besitzteilung im 18. Jahrhundert eine trennende Mauer gezogen. Trotz Umbauten hat sich eigentlich recht viel vom mittelalterlichen Wohnturm erhalten, was als eine Besonderheit der Ruine Mechelgrün anerkannt werden muss.
Wann wurde Burg Mechelgrün erbaut?
In einer Urkunde des Jahres 1298 wird ein Herr auf Mechelgrün erstmals erwähnt: Der edle Mann Johannes Rabe (siehe B. Schmidt: Urkundenbuch, 1885, Nr. 325). Eine Burg muss zu diesem Zeitpunkt also bestanden haben.
Doch es gibt noch einen älteren Hinweis, der sich indirekt aus einer Urkunde ergibt, die Vogt Heinrich Eins von Plauen (er regiert von 1238 bis 1303) im Jahr 1267 ausstellen ließ (Sächsisches Staatsarchiv - Ältere Urkunden Nr. 705). Darin werden Abgaben aufgelistet, mit denen in der Theumaer Kirche dauerhaft eine Pfarrstelle eingerichtet werden sollte (1275 ersetzte ein Steinbau die zuvor aus Holz errichtete Kirche). Aus der Siedlung Mechelgrün, die hier erstmals als Mechtildegrune erwähnt wird, kommen 4,5 Scheffel Roggen jährlich. (Das historische Maß des Dresdner Scheffels, der im sächsischen Raum später standardisiert wurde, lag im Durchschnitt bei etwa 100 bis 150 Litern Hohlmaß. Ein Scheffel Roggen wiegt je nach Feuchtigkeit und Kornqualität etwa 75 bis 80 kg. 4,5 Scheffel entsprechen demnach einer Gesamtmenge von ca. 340 bis 360 kg Roggen pro Jahr.)
Auffällig ist, dass in dieser Urkunde kein Herr von Mechelgrün als Zeuge aufgeführt wird. Das kann nur damit begründet werden, dass Vogt Heinrich I. hier selber die Herrschaft ausübte.
So müssen wir davon ausgehen, dass Vogt Heinrich Eins von Plauen die Burg in Mechelgrün und die Kirche in Theuma gegründet hat, genauso wie er in Bergen, Theuma und Tirpersdorf eigene Gutshöfe einrichten ließ, die später von Schulten bewirtschaftet wurden. Hier ist der systematische Landesausbau durch den Landesherrn deutlich zu erkennen und der Zeitraum dafür auf 1240 bis 1270 festzusetzen.

Urkunde aus dem Jahr 1267. Sächsisches Staatsarchiv Dresden, 10001 Ältere Urkunden Nr. 705.
Die umlaufende Mauer

Der kleinere Südostturm besteht aus einem 4 m langen und 3 m breiten Raum, der in einem Halbkreis nach Süden geschlossen ist. Auf der Ostseite konnten zwei (nachträglich vermauerte) Schießscharten erkannt werden. Die Westhälfte des Turmes ist leider komplett eingestürzt.
Von der wehrhaften Mauer, die den äußeren Schutz auf der künstlichen Burginsel bildete, haben sich nur wenige Reste erhalten. Im unteren Teil wurde sie fast vollständig abgetragen. Nur auf der Westseite sind Teile der 1,9 m breiten Zweischalenmauer zu sehen, darunter die Nordwestecke. Wie hoch die Mauer einst war, kann nur vermutet werden. Auf der Ostseite gibt es Hinweise auf einen Wehrgang in Form von schlupftürartigen Durchgängen, deren Oberkanten etwa 7 m über dem Niveau des (neuzeitlichen) Fußbodens im Erdgeschoss gemessen wurden.
Von großem Interesse ist ein Mauerstück am Südwestturm (Südwand des quadratischen Raumes mit dem gotischen Pfeiler). Im unteren Bereich ist hier die südliche Wehrmauer erhalten geblieben. Sie befindet sich etwa 2 m vor der heutigen Südfassade, die damit als jüngerer Bau (zusammen mit dem Südwestturm) angesehen werden muss.
Zur ältesten Umwehrung muss hingegen der kleinere Südostturm gerechnet werden. Dies ist anhand der Schießscharten zu erkennen, die denen im Kernwerk gleichen und sich deutlich von denen im Südwestturm unterscheiden. Dieser Turm schützte wahrscheinlich den Hauptzugang zur Burg.



Im unteren Teil ist die 1,9 m breite Zweischalenmauer erhalten, auf die eine 1,2 m breite Vollmauer aufgesetzt wurde. Der so entstandene Mauerabsatz diente als Lager für die Fußbodenkonstruktion im ersten Geschoss.
Der große Südwestturm ist vor die Mauerecke gesetzt.
Der Südost-Turm


Der Wehrturm im Südosten der Burganlage unterscheidet sich deutlich von dem größeren Turm an der Südwestecke. Es ist kein Rundturm. Vielmehr besteht er aus einem rechteckigen, 3,4 x 4,0 m großen Raum, der nach Südosten in einem Halbrund geschlossen ist. Nach Norden, zum Innenraum der Burg, war der Turm wohl offen (Schalenturm). Die Mauerstärke beträgt 1,5 m. Auf der Ostseite konnten zwei Schießscharten entdeckt werden, die denen im zentralen Wohnturm gleichen. Es ist deshalb davon auszugehen, dass der Südost-Turm bereits zur ersten Bauphase gehört.
Zwei Reste großer Eichenbohlen datieren dendrochronologisch auf das Jahr 1475. Es dürfte sich um Konstruktionsteile eines Fußbodens oder einer Wand handeln. Die Fenster und Nischen im Turm dürften (zusammen mit der Vermauerung der Schießscharten) erst der barocken Bauphase um 1711 angehören. Vier runde Mauerlöcher, die sich an der östlichen Rundung in unterschiedlicher Höhe befinden, könnten aber auch von der ältesten Bauausführung stammen und als Reste einer hölzernen Stiege gedeutet werden.
Insgesamt scheint der Südost-Turm mit dem ursprünglichen Eingangstor in Verbindung zu stehen, das direkt neben dem Turm vermutet wird.

Die Torsituation
Sehr komplex ist die Gestaltung der Burgtore in der Südost-Ecke der Befestigung Mechelgrün. Entgegen der neuzeitlichen Erschließung von Osten (von den Wirtschaftshöfen) muss der mittelalterliche Zugang von Süden erfolgt sein - vermutlich über eine Zugbrücke vom Verbindungsweg zwischen Plauen und Bergener. Ob das an dieser Stelle erhöhte Gelände ein Relikt des ursprünglichen Zugangs ist, lässt sich nur archäologisch klären.

Die Bauforschung stieß zunächst in der vom Kernwerk (Wohnturm) nach Osten führenden Zwischenmauer auf drei sauber verputzte, 30x30 cm große Löcher, in denen noch bearbeitete Holzbalken steckten. Als sie für die dendrochronologische Untersuchung gezogen wurden, kamen Brandspuren und Anhäufungen von Keramikscherben und Tierknochen (Wildschwein und Hirsch) zum Vorschein. Bei der weiteren Untersuchung stellte sich heraus, dass die Löcher ursprünglich komplett durch die Mauer hindurchführten und nachträglich auf der Nordseite vermauert und verputzt worden waren. Es kann angenommen werden, dass beim großen Schlossbrand von 1670 das vom unteren Teil lodernde Feuer in den Balkenlöchern ausgebrannt ist.
Die weitere Bauforschung erbrachte den Hinweis, dass der östlichste Gewölbebogen des neuzeitlichen Flures der ältesten Bauphase zugeschrieben werden muss und ursprünglich kein Gewölbe gehalten hat, sondern ein Torbogen war. Eine Aussparung in der anschließenden Mauer könnte dementsprechend als Riegelloch für einen Querbalken gedeutet werden.
Insgesamt stellte sich die Verbindungswand zwischen dem Wohnturm und der wehrhaften Ostmauer aufgrund zahlreicher Veränderungen als äußerst schwierig zu interpretieren heraus. Trotzdem ließen sich Hinweise auf eine kleine Schlupfpforte im oberen Mauerabschnitt und einen größeren, ebenerdigen Tordurchgang finden. Beide Öffnungen wurden nachträglich (wohl im Zuge der Erbteilung) vermauert. Auf einem alten Foto ist zudem eine weitere Schlupfpforte im oberen Bereich der Wehrmauer zu erkennen.
So ergibt sich folgendes Bild: Ein kleineres Tor führte einst von Hof I in den südlich des Wohnturms gelegenen Hof III und ein größeres Tor direkt neben der östlichen Wehrmauer von Hof I in den Hof II. Die drei dokumentierten Balkenlöcher dürften einen Wehrgang zwischen den beiden Toren getragen haben, der über die Schlupfpforte zugänglich war. Auch die östliche Wehrmauer muss mit einem Wehrgang versehen gewesen sein, zu dem die zweite Schlupfforte zu rechnen ist. Dieser Wehrgang dürfte vom Südost-Turm aus an der gesamten Ostseite der Burg entlang geführt haben.
Interessant ist, dass die drei Balkenlöcher komplett durch die Wand reichten. Auf der Rückseite dürften also auch Konstruktionshölzer in gleicher Höhe aus der Wand herausgeragt haben und hier sicherlich auch einem Wehrgang als Unterbau gedient haben. Die Schlupfpforte verband diese beiden Wehrgänge. Wie die Sitation direkt am Wohnturm ausgesehen hat, lässt sich derzeit noch nicht sagen. Hier deutet jedoch eine tief liegende Schießscharte auf den Wehrcharakter. Auf alten Fotos ist eine weitere Mauer zu erkennen, die den 6m tiefen Hof II nach Norden begrenzte. Auch hier ist eine Torwölbung zu erkennen, allerdings direkt an der Seite des Wohnturms.
Die aufwendige Eingangskonstruktion der Burg Mechelgrün bestand demnach aus drei Toren, die versetzt angeordnet waren und zwei zwingerartige Räume (Hof I und Hof II) begrenzten. Der Zugang zum hinteren Hof (IV) war also stark reglementiert und geschützt.
Linkes Bild: Die Verbindungswand zwischen Kernwerk (rechts) und östlicher Wehrmauer (links als Rest zu erkennen) von Norden fotografiert. Mittleres Bild: Das kleinere Tor zum Hof III, Ecksituation mit der Verbindungswand, in der noch die drei Hölzer in den Balkenlöchern stecken (der rechte Balken ist auf dem Bild allerdings mit dunkelroten Ziegel verdeckt). Rechtes Bild: Das kleinere Tor von Westen fotografiert. Neben der Torwange ist die Aussparung in der anschließnden Mauer zu erkennen.

Versuch einer
Rekonstruktion der ersten Bauphase um 1250
Eine künstlich aus kiesigem Sand aufgeschüttete Insel in einem künstlich aufgestauten Teich. Die rechteckige Insel misst etwa 43 x 39 m. Eine hohe Wehrmauer mit Wehrgang umschließt die Burg, in deren Zentrum ein hoher Wohnturm steht. Die Eingangssituation in der Südostecke (vorn rechts im Bild) wird von einem Schalenturm besonders geschützt. Durch drei versetzte Tore führt der Weg zum großen Hof hinter dem Wohnturm. Der kleinere Hof vor dem Wohnturm war wohl ein Wirtschaftshof mit einem Küchengebäude. An der Westseite des Wohnturms ist eine Abortanlage denkbar (auf der Rekonstruktion nicht dargestellt). Da der untere Teil des Schlosses komplett abgerissen wurde, können hier nur die Archäologen Aussagen zum Baubestand der ersten Phase geben.







